Zugang zu sauberem Trinkwasser im wasserarmen Jemen

Anugerah unterstützt Familien in abgelegenen Gebieten mit Regenwasser-Aufbereitungssystemen.

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Anugerah Jemen
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19 August 2025
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Im vom Krieg erschütterten Jemen stellen neben der Gewalt der Hunger und Wassermangel grosse Gefahren für die Bevölkerung dar. Litt der Jemen schon vor dem Krieg unter Wasserarmut, so hat sich dies im Laufe der letzten zehn Jahre zunehmend verschlimmert. Diesem Problem verschafft der Verein Anugerah mit einem Projekt Abhilfe. 

Von Anugerah

Der Jemen wurde lange Zeit Al-Yemen al-Said genannt. In Deutsch bedeutet dies der fröhliche Jemen und bezieht sich auf die Wahrnehmung einer guten Grundstimmung der Jemenitinnen und Jemeniten. Derzeit leidet das Land jedoch stark unter einem Jahrzehnt des Krieges, was zu einem Anstieg der Armut geführt hat. Als 2014 die Kämpfe ausbrachen, ahnte niemand, dass dies zu einer der grössten humanitären Katastrophen weltweit führen würde. Laut UNO-Berichten sind derzeit Hunger und verseuchtes Wasser im Jemen tödlicher als die Kämpfe.

Tägliche Gefahren beim Wasserholen

Die Aufgabe des Wasserholens fällt häufig den Töchtern eines Haushalts zu. Die Wegstrecken bis zur nächsten Wasserstelle betragen oft bis zu zwei Stunden und die Mädchen setzen sich damit täglich Gefahren aus. Das Wasser, das sie so beziehen, ist verschmutzt und gefährdet die Gesundheit der gesamten Familie. Hinzu kommen gesundheitliche Schäden durch zu schweres Tragen. Schliesslich werden die Mädchen zum Zwecke des Wasserholens auch aus der Schule genommen.

Ortschaften blühen wieder auf

Gemeinsam mit der Partnerorganisation vor Ort schafft der Verein Anugerah diesem Problem Abhilfe. Die Teams installieren Systeme zur Regenwassergewinnung und -aufbereitung, führen Schulungen zum Gebrauch und Erhalt der Systeme durch und sensibilisieren zu Themen rund um das Wasser, die Sanitärversorgung und die Hygiene. Das erhaltene saubere Trinkwasser bewahrt die Empfängerinnen und Empfänger vor vermeidbaren Krankheiten, denen sie früher aufgrund von unsauberem Wasser ausgesetzt waren. So blühen Ortschaften wieder auf, Familien in besonders wasserarmen Regionen erhalten Zugang zu trinkbarem Wasser und die Kinder können wieder zur Schule gehen.

Auf das gesamte Land betrachtet scheinen die jährlichen 140 Anlagen des Projekts nur wenig Reichweite zu haben, dennoch sind sie Installation für Installation ein Schritt in Richtung Al-Yemen al-Said, dem fröhlichen Jemen.

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