A Rocha startet eine Kampagne, um die Einhaltung der Vorschriften zum Brennholzsammeln im Wald zu verbessern.

Nächste Woche startet A Rocha Uganda in Zusammenarbeit mit A Rocha Schweiz und Interaction eine Sensibilisierungs-Kampagne, um die Einhaltung der Vorschriften für das Sammeln von Brennholz in den Wäldern zu fördern. Diese Kampagne stützt sich auf die Ergebnisse einer Umfrage, die vom 30. März bis zum 4. April 2026 in neun Gemeinden der Region West Bugwe in Uganda durchgeführt wurde.
Insgesamt ist der Kenntnisstand der Vorschriften recht hoch, weshalb sich die Analyse auch darauf konzentrierte, zu untersuchen, welche Verhaltensfaktoren den Unterschied zwischen den Personen, die sich an die Vorschriften halten, und jenen, die dies nicht tun, ausmachen. Es wurden einige Schlüsselfaktoren entdeckt, wie beispielsweise die Wahrnehmung der Gefährdung und der Schwere der identifizierten Risiken (zum Beispiel überfallen zu werden). So glauben beispielsweise diejenigen, die sich nicht an die Vorschriften halten, weniger daran, dass das vorschriftsmässige Sammeln von Brennholz ihrer Sicherheit dient.
Auch hinsichtlich bestimmter Überzeugungen zu Kosten und Nutzen gab es zwischen den beiden Gruppen erhebliche Unterschiede: So halten es jene, die die Vorschriften nicht befolgen beispielsweise für weniger wichtig, ein gutes Verhältnis zu den Waldwächtern zu pflegen. Auch der wahrgenommene Schwierigkeitsgrad die Vorschriften einzuhalten variiert stark zwischen den beiden Gruppen: Es überrascht nicht, dass diejenigen, die sich nicht an die Vorschriften halten, diese als schwieriger einzuhalten empfinden.
Was Normfaktoren und den wahrgenommenen sozialen Druck zur Einhaltung der Vorschriften betrifft, sind beide Gruppen der Meinung, dass weniger als die Hälfte der Menschen in ihrem Umfeld die Vorschriften beim Brennholzsammeln im Wald einhält. Schlimmer noch: Eine Mehrheit in beiden Gruppen glaubt, dass Mitglieder und Führungskräfte der Gemeinschaft es durchaus gutheissen, wenn Menschen sich beim Brennholzsammeln im Wald nicht an die Vorschriften halten.
Die Analyse zeigt ausserdem, dass das Selbstvertrauen, die Vorschriften einzuhalten, bei jenen, die diese nicht befolgen noch zusätzlich sinkt, wenn Hindernisse auftreten (Zeitmangel am Samstag, fehlende Planung, um genügend Holz für die Woche zu sammeln…). Die Analyse der Selbstregulierungsfaktoren macht schliesslich deutlich, dass die Planung für die Nichtbefolgenden eindeutig ein Problem darstellt.
Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse hat A Rocha Uganda auf kreative Weise eine Kampagne zur Verbesserung des Verhaltens konzipiert, die am kommenden 21. September starten und einige Wochen andauern wird. Die Kampagne soll gezielt die Einhaltung der Vorschriften in der Bevölkerung verbessern. Als zentrale Schlüsselpersonen werden lokale Führungskräfte und Vorsitzende miteinbezogen, um die Kernbotschaften der Kampagne in der Bevölkerung zu verbreiten.
Die Kampagne umfasst einen Film, der die Geschichte einer Frau zeigt, die gegen die Vorschriften verstösst, sowie spezifische visuelle Hilfsmittel, die die Kernbotschaften auf der Grundlage der Erkenntnisse untermauern. Dies soll insbesondere dazu beitragen, dass die Gemeinschaft ihr kollektives Engagement für die Einhaltung der Vorschriften stärkt, aber auch, dass sie sich besser daran erinnert und besser plant.

Kampagnenplakat
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