Uganda: RANAS-Schulung für ein Waldschutzprojekt von A Rocha

Gemeinsam mit A Rocha führte Interaction eine RANAS-Schulung zu Verhaltensänderungen durch.

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Ranas Uganda Mikael Trip 2026
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4 Mai 2026
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Ende März verbrachte Mikaël Amsing von Interaction eine Woche in der Region West-Bugwe, Uganda, um eine RANAS-Schulung zu Verhaltensänderungen bezüglich eines Waldschutzprojekts von A Rocha zu leiten. Im Anschluss zur Schulung führten acht Datenerfasser:innen eine Umfrage in 30 der umliegenden Dörfer durch. 

2026 begann Interaction eine neue Partnerschaft, um den RANAS-Ansatz zu Verhaltensänderungen mit A Rocha Uganda und A Rocha Schweiz im Rahmen ihres West-Bugwe-Waldschutzprojekts in der Umgebung von Busia, Uganda, anzuwenden. In diesem Gebiet hat die nationale Forstbehörde Vorschriften zum Sammeln von Brennholz erlassen, um den Wald vor missbräuchlichem Holzeinschlag zu schützen. Die Richtlinien werden jedoch nur begrenzt befolgt. Mit Hilfe der RANAS-Studie soll untersucht werden, welche Verhaltensfaktoren dazu führen, dass die Bevölkerung die Vorschriften der Forstbehörden befolgen oder nicht, um so deren Einhaltung zu verbessern.

220 Fragebögen eingesammelt

Vom vergangenen 23. bis 28. März leitete Mikaël Amsing von Interaction in der Region West-Bugwe eine RANAS-Schulung für Mitglieder des A-Rocha-Teams, Mitglieder der kommunalen Waldbewirtschaftung und zukünftige Datenerfasser:innen. Nach der Einführung in den RANAS-Ansatz arbeitete das Team an der Entwicklung von Fragebögen, die dabei helfen sollen, die Faktoren zu verstehen, die Menschen dazu bewegen, die Vorschriften zum Brennholzsammeln im Wald einzuhalten oder nicht. Das Schulungsteam stellte fest, dass der Wissensstand über ungeschriebene Vorschriften zu einigen Missverständnissen in der Bevölkerung geführt hatte. Die Datenerfasser:innen wurden geschult und die Fragebögen in Samia, einer lokalen Sprache, übersetzt. Nach einigen Tests sammelten acht Datenerfasser:innen in 30 der umliegenden Dörfer über 220 Fragebögen ein.

In einem nächsten Schritt analysiert das Projektteam nun die Daten, um herauszufinden, welche Faktoren den Unterschied zwischen denjenigen ausmachen, die sich an die Vorschriften halten, und jenen, die dies nicht tun. Auf der Grundlage der Ergebnisse entwirft A Rocha in Zusammenarbeit mit Interaction dann eine spezifische Sensibilisierungs-Kampagne zur Verhaltensänderung.

 

Gruppenarbeit während der Schulung.
Rollenspiel zum Datenerfassen. 

Richtlinien der Forstbehörden

Konkret beinhalten die Richtlinien folgendes:

  • es darf nur trockenes Holz gesammelt werden (keine Bäume fällen)
  • nur samstags
  • ohne Anwendung von Macheten
  • nur Frauen und Kindern über 15 Jahren dürfen Holz sammeln
  • das Holz darf nur auf dem Kopf transportiert werden (nicht auf Fahr- oder Motorrädern)

 

Kinder auf dem Nachhauseweg, nachdem sie im Wald Brennholz eingesammelt haben.

Interaction und der RANAS-Ansatz

Interaction wendet den RANAS-Ansatz seit 2019 an und hat gemeinsam mit Ranas Ltd mehrere Projekte durchgeführt, deren Ziel es war, Verhaltensänderungen in bestimmten Kontexten und Projekten zu fördern. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse befasst sich der RANAS-Ansatz auf evidenzbasierte und systematische Weise mit den Verhaltensfaktoren, die Menschen dazu motivieren, ein bestimmtes Verhalten anzunehmen oder abzulehnen.

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