Uganda: Küchengärten stärken Resilienz in Amudat

Zu Besuch bei den Projekten von Food for the Hungry erfuhr Mikaël Amsing hautnah wie agrarökologische Praktiken das Leben der Menschen verbessern.

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FH Uganda Amudat 2026
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14 April 2026
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Ende März 2026 besuchte Mikaël Amsing von Interaction mit zwei Mitarbeiterinnen von A Rocha Uganda die Projekte, die von FH Uganda durchgeführt und von FH Schweiz im Rahmen des Globalprogramms „Resilience 360“ in der Region Amudat in Karamoja unterstützt werden. Dabei lernte er Liliane kennen, die dank des Anbaus eines Küchengartens die Lebensbedingungen ihrer Familie verbessern konnte. 

FH Uganda unterstützt die halbnomadischen Pokot-Gemeinschaften in der Region Karamoja dabei, ihre Resilienz zu stärken. Traditionell weideten diese Gemeinschaften ihr Vieh in der gesamten Region bis hin nach Kenia, doch der Klimawandel und Landreformen erhöhen den Druck auf die Verfügbarkeit von Weideland. Sie müssen teilweise auf Ackerbau umsteigen und ihre Lebensgrundlagen diversifizieren.

Anbau von Küchengärten

FH Uganda führt Frauengruppen durch den Anbau von Küchengärten in agrarökologische Praktiken ein. Letztere werden zur Boden- und Wasserkonservierung angewendet und umfassen Kompostierung, Mulchen, Fruchtfolge und Mischkulturen, Agroforstwirtschaft usw.. Das Gelernte in der Gruppe können die Frauen anschliessend in ihren Haushalten umsetzen.

Gemüse das ganze Jahr hindurch

Liliane ist eine der Teilnehmerinnen am Küchengartenprojekt. Zusammen mit Frauen aus der Gemeinde hat sie einen Gemeinschaftsgarten angelegt, in dem Anzuchtbeete eingerichtet wurden. Anschliessend hat der Ausbilder sie ermutigt, einen eigenen Garten rund um ihr Haus anzulegen. Obwohl sie noch mit einigen Herausforderungen konfrontiert ist, wie der Zugang zu Saatgut und die nicht ganz in der Nähe ihres Hauses gelegene Wasserstelle, schätzt sie bereits die verschiedenen Veränderungen, seit sie damit begonnen hat:

Als Familie haben wir jetzt das ganze Jahr über Gemüse. Den Überschuss kann ich verkaufen, um Dinge des täglichen Bedarfs wie Seife oder Speiseöl zu bezahlen. Mit meiner Gruppe zusammen haben wir auch etwas Gemüse auf dem lokalen Markt verkauft, um damit Bücher und Stifte für die örtliche Schule zu kaufen. (Liliane)

Liliane neben ihrem Vertikalgarten mit Michael, einem Mitarbeiter von FH Uganda.

Vom Saatgut bis zum Verkauf der Produkte

FH Uganda unterstützt in Amudat gemeinsam mit staatlichen Stellen die Diversifizierung der Lebensgrundlagen und fördert insbesondere die Stärkung der Frauen. Dank Spar- und Kreditgruppen können die Gemeinschaften kleine Erwerbsmöglichkeiten aufbauen und gleichzeitig durch die Solidarität der Gruppe Sicherheitsnetze schaffen. Einige Gruppen reinvestieren ihre Gewinne in grössere Projekte und werden mit Unterstützung von FH bald auch Zugang zu Banken erhalten und ihre Vermögenswerte sogar durch digitales Banking sichern können.

Ich fand es beeindruckend zu sehen, wie FH Uganda mit einem Marktsystemansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette arbeitet, von der Verfügbarkeit von Saatgut bis hin zu Marktverbindungen für den Verkauf der Produktion, die nicht im Haushalt verbraucht wird. Obwohl in dieser sehr abgelegenen Gegend weiterhin Herausforderungen bestehen, konnte FH das Potenzial und die Fähigkeiten der Gemeinden freisetzen. Dies führt zu einem funktionierenden System, das Schocks leichter auffangen kann. (Mikaël Amsing)

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