Südsudan: Wenn Hilfe in weiter Ferne liegt

MAF ermöglicht mit Flügen in entlegene Gebiete, dass schutzbedürftige Menschen Zugang zu Gesundheit haben.

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MAF Südsudan 2025
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11 November 2025
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Über 800 Millionen Menschen leben in extremer Armut, viele davon in schwer erreichbaren ländlichen Regionen. Grosse Distanzen, Konflikte oder fehlende Infrastruktur erschweren den Zugang zu ihnen. Solange Hilfe nicht ankommt, bleibt ihre Not verborgen und ungelöst.

Artikel von MAF Schweiz

Ohne Zugang zu Strassen bleibt für diese Gemeinschaften lebenswichtige Hilfe unerreichbar – von medizinischer Versorgung über Nahrung bis zu sauberem Trinkwasser. Mit Kleinflugzeugen überquert MAF unwegsames Gelände und bringt gemeinsam mit über 1 500 Partnerorganisationen lebenswichtige Hilfe in die entlegensten und isoliertesten Regionen der Welt.

Schnelle und effektive Hilfe aus der Luft

Ein Beispiel ist die Geschichte der kleinen Nyandit: Kurz nach ihrer Geburt beginnt sich Flüssigkeit in ihrem Gehirn anzusammeln. Die zunehmende, lebensgefährliche Schwellung wird durch Hydrocephalus verursacht – eine Erkrankung, bei der Flüssigkeit im Gehirn den Druck erhöht und den Kopf vergrößert. Doch Hilfe gibt es weit und breit keine: Zwischen dem Baby im Südsudan und der lebensrettenden Operation in Uganda liegen 650 Kilometer. Dank eines MAF-Fluges wird der lebensrettende Transport möglich: Von ihrem Heimatdorf Tonj fliegen Mama Monika und ihr Baby über die Hauptstadt Juba nach Uganda. Dort ermöglicht das CURE-Kinderspital Nyandit und anderen betroffenen Kindern die dringend benötigte Operation.

„Für betroffene Familien ist der tagelange Landweg vom Südsudan nach Uganda sehr anstrengend und eine zusätzliche Belastung für die kranken Kinder. MAF erleichtert den Transport – besonders in Notfällen – enorm. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Tim Erickson, Direktor des CURE-Kinderspitals in Uganda

Nyandit mit ihrer Mutter im Flugzeug unterwegs ins Kinderspital nach Uganda. 

Isolation kostet Leben

Im Südsudan kämpfen viele Kinder wie Nyandit um ihr Überleben. Fehlende pränatale Vorsorge und Infektionen führen dazu, dass neurologische Erkrankungen wie Hydrocephalus und Spina bifida bei Kindern im Südsudan häufiger auftreten. Der Verlauf dieser Krankheiten hängt stark vom Zeitpunkt der Diagnose und vom Zugang zu spezialisierter Behandlung ab. Gemeinsam mit Partnern wie dem CURE-Kinderspital in Uganda ermöglicht MAF auch betroffenen Kindern in entlegenen Regionen die dringend notwendige Betreuung – denn jedes Kind verdient eine Chance auf ein gesundes Leben.

Dank dem Einsatz der MAF-Kleinflugzeuge erreicht die Organisation Kinder in Not in den entlegensten Regionen des Südsudans und ermöglicht ihnen den lebensrettenden Transport.

Das Projekt von MAF Schweiz im Südsudan ist Teil des Globalprogramms Resilience 360 von Interaction, welches von der DEZA kofinanziert wird.

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