RANAS-Projekt in Laos: verbesserter Zugang zu Verhütungsmitteln in der Provinz Sekong

Interview mit Annecilia Alcindor von Service Fratenel d'Entraide, einer Partnerorganisation von SME.

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Interview SFE Laos 2026
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22 Januar 2026
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Am 12. Januar 2026 stellte Annecilia Alcindor von Service Fraternel d’Entraide (SFE) in einem Interview mit Interaction in Bern das neue RANAS-Projekt vor, welches ihre Organisation in der Provinz Sekong im Süden von Laos durchführt. Dieses Projekt zielt darauf ab, das Verhalten im Zusammenhang mit der Verwendung von Verhütungsmitteln besser zu verstehen und zu beeinflussen. Daraus sollen anschliessend konkrete Empfehlungen an das Gesundheitsministerium der Provinz, einem wichtigen Partner des SFE, gerichtet werden.

Was sind die wichtigsten gesundheitlichen Herausforderungen in der Provinz Sekong?

Die Provinz Sekong weist eine der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsraten des Landes auf. Frühe Eheschliessungen im Alter von 14–15 Jahren führen dazu, dass Mädchen die Schule abbrechen und Frauen aufgrund wiederholter Schwangerschaften einem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind. Hinzu kommen erhebliche geografische Einschränkungen: Bergdörfer sind während der Regenzeit oft isoliert, und den Gesundheitszentren fehlt es häufig an der notwendigen Ausrüstung, um Notfälle zu behandeln.

Warum habt ihr eine neue RANAS-Studie gestartet?

Nach einer ersten Erfahrung in den Jahren 2023–2024 mit Unterstützung von Interaction und Service de Mission et d’Entraide wollte SFE den RANAS-Ansatz vertiefen. Seine strukturierte Methodik ermöglicht es, die sozialen und kulturellen Faktoren zu analysieren, die das Verhalten beeinflussen. In einem gemeinschaftlichen Kontext wie dem von Laos, wo Normen und das Vorbild der Nachbarinnen und Nachbarn eine Schlüsselrolle spielen, hilft dieser Ansatz dabei, Massnahmen zu entwickeln, die besser an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind.

Was sind eure ersten Erkenntnisse und Handlungsansätze?

Die Studie zeigt, dass viele Paare weder über die gewünschte Kinderzahl noch über Verhütung sprechen, was oft als Aufgabe des Mannes angesehen wird. Der eingeschränkte Zugang zu Gesundheitszentren aufgrund der geografischen Entfernung stellt ebenfalls ein Hindernis dar. Das Projekt sieht insbesondere Treffen mit Paaren und Sensibilisierungsmassnahmen vor, die sich auf Frauen und Männer stützen, die bereits Verhütungsmittel verwenden, um eine Verhaltensänderung zu fördern.

Persönliches Engagement in Sekong

Annecilia Alcindor, die seit vier Jahren bei SFE tätig ist, schätzt die Arbeit in abgelegenen und marginalisierten Regionen:

Es ist eine echte Chance, Menschen begleiten zu können, die ausserhalb des SFE-Projekts nur wenige Möglichkeiten haben, die sie unterstützen und zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beitragen.

Foto: Annecilia Alcindor von SFE mit Mikaël Amsing von Interaction im Büro von Interaction in Bern.
Das Interview führte Katia Aeby von Interaction.

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