

In ländlichen Gebieten Tansanias ist der Zugang zu grundlegenden Wasserdienstleistungen trotz Fortschritten nach wie vor gering: 74 % für Trinkwasser, 72 % für sanitäre Einrichtungen und nur 41,5 % für das Händewaschen (WHO-Daten von 2021). Viele nutzen unbehandeltes Oberflächenwasser, das direkt aus einem Fluss, See oder einem ähnlichen Gewässer stammt. Infolgedessen kommen durch Wasser übertragene Krankheiten häufig vor. Kinder sind am stärksten betroffen, da sich schmutziges Wasser negativ auf ihr Wachstum auswirkt und manchmal sogar zu ihrem Tod führt.
Der Stamm der Massai, der in der Region Simanjiro im Norden Tansanias angesiedelt ist, ist von diesen Bedingungen besonders stark betroffen. Die Region ist sehr trocken, sodass die Frauen oft sechs Stunden zum Brunnen laufen müssen, um ihre Familien und ihr Vieh mit Wasser versorgen zu können. Im Rahmen dieses Projekts werden daher jährlich 20 Dörfer mit insgesamt ca. 20.000 Menschen mit Trinkwasserstellen ausgestattet, was ihre Gesundheit nachhaltig verbessert. Darüber hinaus werden in den Dörfern Schulungen zu Hygiene, Gesundheit, Genderbewusstsein und dem Leben in der Familie angeboten. In der Massai-Gesellschaft gelten Frauen als minderwertig. In den Schulungen wird die Kommunikation zwischen den Geschlechtern gestärkt, um ein gegenseitiges Verständnis und Respekt für die Rolle des jeweils anderen zu fördern. Auch bei den Schulungen zu Hygiene und dem Umgang mit dem neuen Wasserversorgungssystem wird Frauen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da sie am stärksten von dieser Veränderung betroffen sind. Schliesslich soll auch die nachhaltige Integration der Brunnen in den Dorfgemeinschaften gefördert werden.
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