Dank der Zusammenarbeit von MAF und Medair konnten 2025 Tausende Menschen im Südsudan vor Cholera geschützt werden.

Im Jahr 2025 explodierte die Zahl der Cholera-Fälle im Südsudan. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Ausbruch als den schlimmsten und längsten in der Geschichte des Landes. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den Interaction-Mitgliedern MAF und Medair konnten Tausende Menschen in abgelegenen Gebieten des Landes gesund bleiben.
Es begann mit wässrigem Durchfall und starken Bauchschmerzen“, erzählt Esther*, Mutter von sechs Kindern. „Die Schmerzen wurden immer schlimmer, der Durchfall hörte nicht auf. Innerhalb weniger Stunden verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch – ohne Behandlung wäre sie gestorben.
Zu Fuss legte Esther den Weg zum Cholera-Behandlungszentrum in Torit, der Hauptstadt des Bundestaates Eastern Equatoria im Südsudan, zurück. „Ich musste immer wieder anhalten – ich kam nur langsam vorwärts, Schritt für Schritt.“ Schliesslich erreichte sie das von Medair betriebene Zentrum und erholte sich rasch. „Ich war sehr krank, schon seit ein oder zwei Tagen. Dann kam ich hierher, und die Menschen halfen mir sofort.“
Esther überlebte. Doch was wäre passiert, wenn Ausrüstung und Personal nicht rechtzeitig im Zentrum vor Ort gewesen wären? Was, wenn sich Medikamente um Tage oder Wochen verzögert hätten, weil Lieferungen aufgrund der prekären Strasseninfrastruktur stecken geblieben oder aufgrund von Überfällen gar nicht angekommen wären? Für Esther und viele andere wäre es zu spät gewesen.
Genau da setzt die Arbeit von MAF an: gemeinsam mit dem Partner Medair ermöglichte die Organisation in Torit Choleraprävention, Impfungen und Behandlungen. MAF führte zwischen Juni und September 2025 mehr als ein Dutzend Flüge durch und transportierte Personal sowie kritische Fracht – darunter Handschuhe, Kanülen sowie Wasser- und Sanitärmaterial – direkt ins Ausbruchsgebiet. Lea, eine Medair-Mitarbeiterin, berichtete, dass die Zahl der Cholera-Fälle seit Beginn der Massnahmen deutlich zurückgegangen sei.

Lea, Medair-Mitarbeiterin im Südsudan
Wir reparierten Brunnen, verteilten Wasser-, Sanitär- und Hygieneartikel in elf Dörfern und führten Aufklärungsarbeit in elf Cholera-Hotspots durch. Wenn wir hören, dass wir mit MAF ins Einsatzgebiet fliegen, freuen wir uns sehr. Denn mit MAF kommen wir überall hin.
Der grösste Bedarf besteht an sauberem Wasser und daran, dass die Gemeinschaft angemessene Hygienepraktiken anwendet, um sich vor Cholera zu schützen. Dank Präventions- und Aufklärungsmassnahmen, die durch die Zusammenarbeit von MAF und Medair ermöglicht wurden, blieben Tausende Menschen in Torit und den umliegenden Dörfern gesund und mussten nicht ins Spital.
Auch Rose* und ihre Familie erhielten Hilfsgüter, um die Ausbreitung von Cholera durch verunreinigtes Wasser zu stoppen:

Rose*, Teilnehmerin am Projekt von MAF und Medair
Ich habe zwei Eimer, Seife, Chlortabletten und einen Wasserfilter erhalten. Diese Dinge helfen unserer Familie sehr und schützen uns vor Krankheiten wie Cholera und Durchfall. Es ist für uns sehr schwer, sauberes Wasser zu bekommen. Früher haben wir das Wasser direkt aus der Quelle getrunken, aber jetzt haben wir und unsere Kinder sehr von diesen Hilfsgütern profitiert.
Rose drückte ihre Dankbarkeit für die Partnerschaft zwischen MAF und Medair aus, dank der abgelegene Regionen lebenswichtige Hilfe erhalten. „Wenn es MAF und Medair nicht gäbe, würden viele Menschen leiden. Wir danken beiden für die Hilfe, die sie uns geben. Möge Gott euch weiterhin helfen. Danke!“
Die Aktivitäten von MAF im Südsudan sind Teil dieses Globalprogramms Resilience 360 von Interaction.
*Namen geändert
Titelbild: MAF-Piloten fliegen die Landepiste in Torit an, um Ausrüstung und Personal ins Cholera-Behandlungszentrum zu bringen. © alle Bilder: Jenny Davies, MAF
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