In der Provinz Sekong in Laos hat SFE, Partner von SME, eine neue RANAS-Kampagne zum Händewaschen mit Seife lanciert.

In der Provinz Sekong in Laos wird eine neue Kampagne zur Verhaltensänderung umgesetzt: Händewaschen mit Seife nach dem Toilettengang soll in den Partnerdörfern zur alltäglichen Gewohnheit werden. Damit zeigt das RANAS-Projekt, das von Service Fraternel d’Entraide (SFE) mit Unterstützung von SME und Interaction 2023 startete, weitere konkrete Früchte.
Die aktuelle Kampagne greift ein zentrales Ergebnis aus Erhebungen vor Ort auf: Viele Menschen gehen davon aus, dass sie ihre Hände ausreichend waschen. In der Praxis verwenden jedoch viele nur Wasser oder Zitronenwasser. Ohne Seife bleiben Krankheitserreger aber bestehen. Genau hier setzt die Kampagne an.
Die Kampagne verfolgt drei Schwerpunkte. Erstens werden visuelle Beweise genutzt, um zu zeigen, dass Wasser allein Bakterien nicht entfernt. Zweitens wird vermittelt, dass Händewaschen mit Seife wenig Aufwand bedeutet, aber die ganze Familie schützt. Drittens werden Personen, die diese Praxis bereits anwenden, als positive Vorbilder sichtbar gemacht. Besonders Eltern, Dorfverantwortliche und freiwillige Gesundheitshelfer:innen sollen andere Menschen in der Gemeinschaft motivieren.
Vor Beginn der Aktivitäten in den Dörfern fand eine zweitägige Schulung für lokale Trainer:innen statt. Das Team besteht aus freiwilligen Gesundheitshelfer:innen aus den Dörfern sowie Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich. Anschliessend führten sie in den Partnerdörfern interaktive Workshops durch, die für alle offen waren.

Auf dem Programm standen Quizfragen, praktische Übungen zu den richtigen Handwaschschritten sowie Vorführungen mit UV-Licht. Diese machten unsichtbare Keime sichtbar. Für viele Teilnehmende war dies ein eindrücklicher Moment: Auch nach dem Waschen mit Wasser allein leuchteten die Hände unter dem UV-Licht weiterhin. Dadurch wurde klar, weshalb Seife entscheidend ist.
In den kommenden Monaten sind weitere Besuche in den Dörfern geplant. Dabei sollen sogenannte «positive Modelle» hervorgehoben werden: Menschen, die Händewaschen mit Seife bereits konsequent praktizieren und dadurch anderen als Vorbilder dienen. Danach wird die Wirkung der Kampagne evaluiert.

Interaction freut sich, dass die Kampagne gestartet ist und die RANAS-Studie damit weitere Früchte zeigt. Die Initiative macht sichtbar, wie Forschung, lokale Gesundheitsarbeit und konkrete Massnahmen im Alltag ineinandergreifen können, um die Gesundheit von Gemeinschaften zu stärken.
Interaction begleitete 2023–2024 eine RANAS-Studie von SFE – Partner des Interaction-Mitglieds Service de Missions d’Entraide – zur Förderung regelmässiger Besuche zur Schwangerschaftsvorsorge und zum Händewaschen mit Seife vor dem Essen in Laos, in der Region Sekong. Die nun gestartete Kampagne zur Verhaltensänderung im Bereich Hände waschen, wird von SFE ohne Unterstützung von Interaction weitergeführt.
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