Drei Landwirt:innen berichten über ihre Erfahrungen mit den Schulungen zu agroökologischen Praktiken.

Durch Schulungen von Wity-Agro, der Partnerorganisation von Sam global in Burkina Faso, können Landwirtinnen und Landwirte ihre Erträge steigern, haben aber auch mit Herausforderungen zu kämpfen. Der Koordinator von Wity-Agro, Sosthène N., teilt mit uns die Berichte von André, Mamounata und Harouna, die an den Schulungen und Experimenten teilgenommen haben.
Von Sam Global
Mein Name ist André Z. Ich bin Landwirt und wohne in Poedogo, einem Dorf nahe der Stadt Loumbila. Ich produziere Zwiebeln, Tomaten und Auberginen. Die Mitarbeitenden von Wity-Agro erklärten uns, dass sie gekommen seien, um uns eine neue Anbaumethode beizubringen. Damit könnten wir unser Gemüse ohne den Einsatz von Chemikalien mit natürlichem Dünger und Schädlingsbekämpfungsmitteln auf natürlicher Basis produzieren. Zugegeben, wir waren etwas zögerlich und zweifelten an der Wirkung, weil wir bisher immer Chemikalien verwendet hatten.
Zu Beginn des Experiments erhielten wir Saatgut für Paprika, Tomaten und Salat, und wir bekamen Kompost, um unsere Böden zu düngen. Wir führten also die Aussaat durch und die Mitarbeitenden unterstützten uns während des gesamten Prozesses regelmässig. Wir legten sechs Beete an für die natürliche Produktion und weitere sechs für die Produktion mit Einsatz von Chemikalien, damit wir die beiden Varianten hinsichtlich der Erträge in qualitativer und quantitativer Hinsicht vergleichen konnten.
Bei den Tomaten haben wir mit den natürlichen Mitteln rund 50 kg erreicht, was im Verhältnis zur bewirtschafteten Fläche wirklich interessant ist. Das grösste Problem bei der Anwendung dieser agroökologischen Produktionstechnik in grossem Massstab ist die Verfügbarkeit von natürlichen Düngemitteln in genügenden Mengen, die schwerer zu beschaffen sind als chemische Düngemittel.
Die Experimente haben gezeigt, dass die neuen Anbaumethoden funktionieren.
Mein Name ist Mamounata I. Ich bin im Gemüseanbau tätig ist und wohne in Nomgaga bei Loumbila. Die Erfahrung mit Wity-Agro war wirklich sehr bereichernd und wir würden sie gerne wiederholen. Zusätzlich zu den neuen Techniken und Produktionsmethoden, die wir gelernt und erworben haben, erhielten wir am Ende des Experiments Saatgut und wurden mit Werkzeugen und landwirtschaftlichen Geräten ausgestattet, um unsere Arbeit zu erleichtern. Wir sind nun überzeugt, dass es möglich und besser ist, Gemüse ohne chemische Düngemittel und Pestizide zu produzieren.
Mamounata ist dankbar für das neue Wissen und die Geräte zur Erleichterung der Arbeit.
Ich heisse Harouna Z. und bin Gemüseproduzent in Poedogo 2 bei Loumbila. Auch für mich war die Erfahrung mit Wity-Agro sehr positiv und lehrreich. Die Produktion war sehr zufriedenstellend. Die grösste Sorge war der Absatz der Produkte auf dem Markt. Wir ernteten unsere Tomaten zu dem Zeitpunkt, in dem Tomaten im Überfluss auf dem Markt waren. Da unser Gemüse von besserer Qualität und daher teurer war, stimmten unsere Preise nicht mit denen des Marktes überein, was die Dinge für uns erschwerte. Ich schlage vor, dass wir die Produktionszeit neu anpassen, so dass die Erntezeit mit der Hungerperiode zusammenfällt, damit es für uns rentabler und vorteilhafter ist.
Harouna ist von der Qualität der Produkte überzeugt und will sie auch gut verkaufen können.
Andreas Zurbrügg von Sam global ist erfreut über die Ergebnisse des Projekts, welches vom Igive2Help Fonds von Interaction kofinanziert wird. Insbesondere schätzt er die zuverlässige und wertvolle Arbeit, die die Partnerorganisation in Burkina Faso leistet.
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